Kalter Krieg und Mauerbau

Lerntipp
Vor dem Lesen in der Klasse
Seht euch die Bilder an. Was zeigen sie?
Lest und übersetzt die Überschriften und die Einleitung.
Lest die Vokabeln durch.
Hören und Lesen in der Klasse
Hört euch den Text Abschnitt für Abschnitt an und lest mit.
Fasst jeden Abschnitt kurz auf Norwegisch zusammen. Erzählt, was ihr verstanden habt.
Nach dem Lesen: Arbeitet zu zweit.
Beantwortet die Aufgabe "Worum geht's?" mündlich.
Übersetzt den Text ins Norwegische.
Fertig? Lest den Text laut vor.
Lerncheck und Reflexion: Arbeite allein.
Beantworte die Aufgabe "Worum geht's?" schriftlich auf Deutsch oder Norwegisch.
Was hast du heute über den Mauerbau gelernt? Was war für dich neu oder besonders interessant?
Kalter Krieg und Mauerbau
Tekstversjon
Die Zeit zwischen 1945 und 1990 war vom “kalten Krieg” zwischen den USA und der Sowjetunion geprägt. Auch Europa und Deutschland waren von diesem kalten Krieg betroffen. Die Berliner Mauer, die Berlin in West und Ost teilte, wurde zu einem Symbol für diesen Krieg.
Konkurrenz und Spannungen
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Westeuropa unter dem Einfluss der USA und Osteuropa unter dem Einfluss der Sowjetunion. Die Grenze zwischen West und Ost ging mitten durch Deutschland. Die USA und die Sowjetunion konkurrierten politisch und militärisch miteinander, und es kam oft zu schweren Spannungen. Es gab aber keinen offenen militärischen Konflikt. Deshalb spricht man von einem “kalten Krieg”.
1950 bis 1961: Massenabwanderung aus der DDR
In den 1950er Jahren verließen rund 2,7 Millionen Menschen die DDR. Fast die Hälfte von ihnen war jünger als 25 Jahre, und viele waren hochqualifizierte Arbeitskräfte und Akademiker. Für die Wirtschaft der DDR war das eine enorme Belastung, für die BRD aber ein großer Vorteil.
Die DDR-Regierung versuchte, die Abwanderung zu stoppen. Ab 1952 bekamen DDR-Bürger nur noch Reisevisa zu bestimmten Familienanlässen wie Hochzeiten und Todesfällen. Trotzdem flüchteten viele, vor allem über Westberlin, denn zwischen Ost- und Westberlin war die Grenze noch offen. 1961 hatte die DDR enorme wirtschaftliche Probleme, und die Zahl der Flüchtlinge stieg immer mehr an.
1961: Die Berliner Mauer
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"
DDR-Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht am 15. Juni 1961.
Die DDR-Regierung musste auf den Flüchtlingsstrom reagieren. Am 13. August wurden alle Wege von Ostberlin nach Westberlin abgesperrt, und bewaffnete Soldaten und Polizisten bewachten die Grenze. In den nächsten Monaten wurde eine Mauer gebaut. Jetzt gab es keinen offenen Fluchtweg mehr in den Westen. Familien und Freunde wurden getrennt.
Die Pläne für den Mauerbau waren streng geheim, und der 13. August kam deshalb überraschend für Westdeutschland und die Westalliierten. In Berlin protestierte Bürgermeister Willy Brandt scharf gegen die Teilung seiner Stadt. Doch die Alliierten wollten keinen Krieg riskieren wegen der Mauer. Sie unterstützten aber weiterhin Westberlin.
"Es ist keine besonders gute Lösung, aber eine Mauer ist verdammt viel besser als ein Krieg." John F. Kennedy, US-Präsident, 1961.
Im Laufe der Jahre baute die DDR die Mauer immer weiter aus. Sie wurde eine unüberwindliche Grenzanlage – ein Todesstreifen. Schon kurz nach dem Mauerbau starben die ersten Berliner beim Fluchtversuch oder wurden erschossen. Bis 1989 wurden mindestens 140 Menschen von DDR-Grenzsoldaten beim Fluchtversuch über die Berliner Mauer getötet. Viele andere wurden verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt.
1970er Jahre: Entspannungspolitik
Von 1969 bis 1974 war Willy Brandt Bundeskanzler der BRD. Er strebte eine neue Politik an und versuchte, Konflikte mit der DDR und den Ostblockstaaten durch Verhandlungen und Kompromisse zu lösen. Für seine Entspannungspolitik erhielt Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.
Ab 1971 garantierte das Viermächteabkommen den ungehinderten Transport von Personen und Waren zwischen der Bundesrepublik und Westberlin. Das war wichtig, weil Westberlin mitten in der DDR lag und vom Warentransport abhängig war. Lebensmittel, Kleidung, Baumaterialien, Strom – ja, alles musste von außen geliefert werden.
1973 trat auch der Grundlagenvertrag zwischen der BRD und der DDR in Kraft. Beide Länder verpflichteten sich zu gutnachbarlichen Beziehungen. In den 1970er Jahren wurden zum Beispiel Reiseerleichterungen für BRD- und DDR-Bürger eingeführt. Die BRD und die DDR anerkannten auch, dass es jetzt nicht mehr nur einen deutschen Staat gab, sondern zwei.
Die Zeit zwischen 1945 und 1990 war vom Kalten Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion geprägt. Auch Europa und Deutschland waren von diesem Kalten Krieg betroffen. Die Berliner Mauer, die Berlin in West und Ost teilte, wurde zu einem Symbol für diesen Krieg.
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Konkurrenz und Spannungen
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Westeuropa unter dem Einfluss der USA, und Osteuropa unter dem Einfluss der Sowjetunion. Die Grenze zwischen West und Ost ging mitten durch Deutschland. Die USA und die Sowjetunion konkurrierten politisch und militärisch miteinander, und es kam oft zu schweren Spannungen. Es gab aber keinen offenen militärischen Konflikt. Deshalb spricht man von einem kalten Krieg.
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1950 bis 1961: Massenabwanderung aus der DDR
In den 1950er Jahren verließen rund 2,7 Millionen Menschen die DDR. Fast die Hälfte von ihnen war jünger als 25 Jahre, und viele waren hochqualifizierte Arbeitskräfte und Akademiker. Für die Wirtschaft der DDR war das eine enorme Belastung, für die BRD aber ein großer Vorteil.
Die DDR-Regierung versuchte, die Abwanderung zu stoppen. Ab 1952 bekamen DDR-Bürger nur noch Reisevisa zu bestimmten Familienanlässen wie Hochzeiten und Todesfällen. Trotzdem flüchteten viele, vor allem über Westberlin, denn zwischen Ost- und Westberlin war die Grenze noch offen. 1961 hatte die DDR enorme wirtschaftliche Probleme, und die Zahl der Flüchtlinge stieg immer mehr an.

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1961: Die Berliner Mauer
"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!"
DDR-Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht am 15. Juni 1961
Die DDR-Regierung musste auf den Flüchtlingsstrom reagieren. Am 13. August wurden alle Wege von Ostberlin nach Westberlin abgesperrt, und bewaffnete Soldaten und Polizisten bewachten die Grenze. In den nächsten Monaten wurde eine Mauer gebaut. Jetzt gab es keinen offenen Fluchtweg mehr in den Westen. Familien und Freunde wurden getrennt.
Die Pläne für den Mauerbau waren streng geheim, und der 13. August kam deshalb überraschend für Westdeutschland und die Westalliierten. In Berlin protestierte Bürgermeister Willy Brandt scharf gegen die Teilung seiner Stadt. Doch die Alliierten wollten keinen Krieg riskieren wegen der Mauer. Sie unterstützten aber weiterhin Westberlin.
“Es ist keine besonders gute Lösung, aber eine Mauer ist verdammt viel besser als ein Krieg.“
John F. Kennedy, US-Präsident, 1961
Im Laufe der Jahre baute die DDR die Mauer immer weiter aus. Sie wurde eine unüberwindliche Grenzanlage – ein Todesstreifen. Schon kurz nach dem Mauerbau starben die ersten Berliner beim Fluchtversuch oder wurden erschossen. Bis 1989 wurden mindestens 140 Menschen von DDR-Grenzsoldaten beim Fluchtversuch über die Berliner Mauer getötet. Viele andere wurden verhaftet und zu Gefängnisstrafen verurteilt.

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1970er Jahre: Entspannungspolitik
Von 1969 bis 1974 war Willy Brandt Bundeskanzler der BRD. Er strebte eine neue Politik an und versuchte, Konflikte mit der DDR und den Ostblockstaaten durch Verhandlungen und Kompromisse zu lösen. Für seine Entspannungspolitik erhielt Brandt 1971 den Friedensnobelpreis.
Ab 1971 garantierte das Viermächteabkommen den ungehinderten Transport von Personen und Waren zwischen der Bundesrepublik und Westberlin. Das war wichtig, weil Westberlin mitten in der DDR lag und vom Warentransport abhängig war. Lebensmittel, Kleidung, Baumaterialien, Strom – alles musste von außen geliefert werden.
1973 trat auch der Grundlagenvertrag zwischen der BRD und der DDR in Kraft. Beide Länder verpflichteten sich zu gutnachbarlichen Beziehungen. In den 1970er Jahren wurden zum Beispiel Reiseerleichterungen für BRD- und DDR-Bürger eingeführt. Die BRD und die DDR anerkannten auch, dass es jetzt nicht mehr nur einen deutschen Staat gab, sondern zwei.
Worum geht's?
Kvifor snakkar ein om ein kald krig mellom USA og Sovjetunionen?
Korleis prøvde DDR å stoppe den massive utvandringa til Vest-Tyskland?
Kva skjedde i 1961, og korleis reagerte Willy Brandt og dei vestallierte?
Kva skjedde vidare langs grensa mellom Aust- og Vesttyskland?
Korleis endra forholdet mellom BRD og DDR seg på 1970-talet?