Die Teilung Deutschlands

Lerntipp
Vor dem Lesen in der Klasse
Seht euch das Bild an. Was zeigt es?
Lest und übersetzt die Überschriften und die Einleitung.
Lest die Vokabeln durch.
Hören und Lesen in der Klasse
Hört euch den Text Abschnitt für Abschnitt an und lest mit.
Fasst jeden Abschnitt kurz auf Norwegisch zusammen. Erzählt, was ihr verstanden habt.
Nach dem Lesen: Arbeitet zu zweit.
Beantwortet die Aufgabe "Worum geht's?" mündlich.
Übersetzt den Text ins Norwegische.
Fertig? Lest den Text laut vor.
Lerncheck und Reflexion (individuell)
Beantworte die Aufgabe "Worum geht's?" schriftlich auf Deutsch oder Norwegisch.
Was hast du heute über die deutsche Teilung und Wiedervereinigung gelernt? Was war für dich neu oder besonders interessant?
Teilung Deutschlands
Tekstversjon
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland vier Jahre lang ein besetztes Land. Die vier Siegermächte – die USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion – konnten sich nicht über die Zukunft Deutschlands einigen. Das Ergebnis: zwei deutsche Staaten.
1945: Vier Sektoren
Im Mai 1945 kapitulierte Hitler-Deutschland. Die Siegermächte teilten das Land in vier Besatzungszonen auf: eine amerikanische, eine britische, eine französische und eine sowjetische Zone. Die Hauptstadt Berlin lag in der sowjetischen Zone, wurde aber ebenfalls geteilt. Jede Siegermacht bekam ihren eigenen Sektor.
Die USA, Frankreich und Großbritannien waren demokratische, liberale Staaten mit freier Marktwirtschaft. Die Sowjetunion war eine kommunistische Diktatur: Eine Partei regierte allein das Land und bestimmte alles, auch in der Wirtschaft.
Die USA, Großbritannien und Frankreich wollten Deutschland zu einem demokratischen Staat machen, die Sowjetunion aber wollte ein Deutschland nach sowjetischem Vorbild. Deshalb kam es zum Konflikt zwischen der Sowjetunion und den Westmächten.
1948–1949: Blockade von Westberlin
Erster Höhepunkt des Konfliktes war die Blockade von Westberlin in den Jahren 1948 bis 1949. Im Juni 1948 hatten die Alliierten neue Währungen eingeführt: die D-Mark in der westlichen Besatzungszone und in Westberlin, die Ostmark in der sowjetischen Besatzungszone und in Ostberlin. Nun gab es zwei Währungen in der Stadt Berlin.
Die Sowjetunion wollte ganz Berlin unter ihre Kontrolle bringen. Auf die Einführung der D-Mark in Westberlin reagierte sie mit Drohungen und schließlich mit einer Blockade: Alle Straßen, Eisenbahnlinien und Wasserwege nach Westberlin wurden gesperrt. Auch die Stromversorgung wurde gekappt.
Am 9. September 1948 demonstrierten über 300 000 Westberliner vor den Ruinen des Reichstags gegen die Blockade und für ihre Freiheit. Hier hielt der Oberbürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, eine mitreißende Rede und forderte die Welt auf, Berlin zu helfen:
"Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien!
Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!"
Die Alliierten gaben Berlin nicht auf: Die Briten und die Amerikaner organisierten eine Luftbrücke und transportierten Lebensmittel, Kohle und Medikamente für 2 Millionen Menschen mit Flugzeugen nach Westberlin. Mehr als ein Jahr lang landete alle drei Minuten ein Flugzeug in Westberlin. Am 12. Mai 1949 gab die Sowjetunion die Blockade auf. Der Machtkampf zwischen den Alliierten und der Sowjetunion ging aber trotzdem weiter.
1949: Zwei Staaten
1949 wurden zwei deutsche Staaten gegründet: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Die BRD war eine parlamentarische Demokratie, die DDR war eine sozialistische Diktatur. Von da an war Deutschland endgültig geteilt.
Westberlin gehörte offiziell nicht zur Bundesrepublik, war aber faktisch ein westdeutsches Bundesland. Auch Ostberlin war eigentlich nicht Teil der DDR, wurde aber zur Hauptstadt des Landes. Hauptstadt der BRD wurde Bonn.
1952 sperrte die DDR-Regierung die Grenze zur Bundesrepublik. Nur zwischen West- und Ostberlin blieben die Sektorengrenzen noch offen. Es gab auch immer noch Westberliner, die in Ostberlin arbeiteten, und Ostberliner, die in Westberlin arbeiteten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland vier Jahre lang ein besetztes Land. Die vier Siegermächte – die USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion – konnten sich nicht über die Zukunft Deutschlands einigen. Das Ergebnis: zwei deutsche Staaten.
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1945: Vier Sektoren
Im Mai 1945 kapitulierte Hitler-Deutschland. Die Siegermächte teilten das Land in vier Besatzungszonen auf: eine amerikanische, eine britische, eine französische und eine sowjetische Zone. Die Hauptstadt Berlin lag in der sowjetischen Zone, wurde aber ebenfalls geteilt. Jede Siegermacht bekam ihren eigenen Sektor.
Die USA, Frankreich und Großbritannien waren demokratische, liberale Staaten mit freier Marktwirtschaft. Die Sowjetunion war eine kommunistische Diktatur: Eine Partei regierte allein das Land und bestimmte alles, auch in der Wirtschaft.
Die USA, Großbritannien und Frankreich wollten Deutschland zu einem demokratischen Staat machen, die Sowjetunion aber wollte ein Deutschland nach sowjetischem Vorbild. Deshalb kam es zum Konflikt zwischen der Sowjetunion und den Westmächten.
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1948–1949: Blockade von Westberlin
Erster Höhepunkt des Konfliktes war die Blockade von Westberlin in den Jahren 1948 bis 1949. Im Juni 1948 hatten die Alliierten neue Währungen eingeführt: die D-Mark in der westlichen Besatzungszone und in Westberlin, die Ostmark in der sowjetischen Besatzungszone und in Ostberlin. Nun gab es zwei Währungen in der Stadt Berlin.
Die Sowjetunion wollte ganz Berlin unter ihre Kontrolle bringen. Auf die Einführung der D-Mark in Westberlin reagierte sie mit Drohungen und schließlich mit einer Blockade: Alle Straßen, Eisenbahnlinien und Wasserwege nach Westberlin wurden gesperrt. Auch die Stromversorgung wurde gekappt.
Am 9. September 1948 demonstrierten über 300 000 Westberliner vor den Ruinen des Reichstags gegen die Blockade und für ihre Freiheit. Hier hielt der Oberbürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, eine mitreißende Rede und forderte die Welt auf, Berlin zu helfen:
„Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!“
Die Alliierten gaben Berlin nicht auf: Die Briten und die Amerikaner organisierten eine Luftbrücke und transportierten Lebensmittel, Kohle und Medikamente für zwei Millionen Menschen mit Flugzeugen nach Westberlin. Mehr als ein Jahr lang landete alle drei Minuten ein Flugzeug in Westberlin. Am 12. Mai 1949 gab die Sowjetunion die Blockade auf. Der Machtkampf zwischen den Alliierten und der Sowjetunion ging aber trotzdem weiter.
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1949: Zwei Staaten
1949 wurden zwei deutsche Staaten gegründet: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Die BRD war eine parlamentarische Demokratie, die DDR war eine sozialistische Diktatur. Von da an war Deutschland endgültig geteilt.
Westberlin gehörte offiziell nicht zur Bundesrepublik, war aber faktisch ein westdeutsches Bundesland. Auch Ostberlin war eigentlich nicht Teil der DDR, wurde aber zur Hauptstadt des Landes. Hauptstadt der BRD wurde Bonn.
1952 sperrte die DDR-Regierung die Grenze zur Bundesrepublik. Nur zwischen West- und Ostberlin blieben die Sektorengrenzen noch offen. Es gab auch immer noch Westberliner, die in Ostberlin arbeiteten, und Ostberliner, die in Westberlin arbeiteten.
Worum geht's?
Hva skjedde med Tyskland og Berlin etter 1945?
Hva slags styringsform og økonomisk system ønska vestmaktene (USA, Storbritannia og Frankrike) for Tyskland? Og hva ønska Sovjetunionen?
Hva gjorde Sovjetunionen under Berlinblokaden?
Hvordan hjalp vestmaktene innbyggerne i Vest-Berlin under blokaden?
Hva het de to tyske statene som blei oppretta i 1949, og hvilken statsform hadde de?